Werkprozesse & Bildentstehung
Fotografie als Ausgang, Imagination als Ziel
Das leise
Urteil jenseits des Scheins
Auf kaltem Stein, vor Mauern, die mehr Erinnerungen als Gebete tragen,
sitzt sie, gezeichnet nicht vom Bösen, sondern von der Vorstellung davon.
Hörner wie ein Flüstern alter Mythen,
ein Blick, der weder bittet noch bereut.
sitzt sie, gezeichnet nicht vom Bösen, sondern von der Vorstellung davon.
Hörner wie ein Flüstern alter Mythen,
ein Blick, der weder bittet noch bereut.
Neben ihr ein Mann in Schwarz,
sein Buch schwer von Worten, die einst Gewissheit versprachen.
sein Buch schwer von Worten, die einst Gewissheit versprachen.
Doch zwischen den Seiten liegt kein Urteil
nur die Unsicherheit eines Menschen, der glauben wollte, zu wissen.
nur die Unsicherheit eines Menschen, der glauben wollte, zu wissen.
Im Hintergrund ein Dritter, stumm wie die Zeit,
Zeuge eines Moments, in dem sich alles verschiebt.
Zeuge eines Moments, in dem sich alles verschiebt.
Denn am Ende eines Lebens
sind es nicht die, die wir fürchten, die richten
sondern die, die wir zu kennen glaubten.
sind es nicht die, die wir fürchten, die richten
sondern die, die wir zu kennen glaubten.
Und vielleicht ist das Böse
nie das gewesen, was man uns erzählte,
sondern nur ein Schatten,
geworfen von unserem Bedürfnis, Licht und Dunkel zu trennen.
nie das gewesen, was man uns erzählte,
sondern nur ein Schatten,
geworfen von unserem Bedürfnis, Licht und Dunkel zu trennen.
Technische Entstehung / Arbeitsprozess
Das Werk basiert auf einer fotografischen Komposition, bei der mehrere Einzelaufnahmen zu einer neuen, in sich geschlossenen Szene zusammengeführt wurden.
Ausgangspunkt war ein Originalporträt, das digital dupliziert und in eine neue Bildumgebung integriert wurde.
Die verschiedenen Bildelemente / Figuren, Architektur und Umgebung – stammen aus separaten Fotografien und wurden in einem mehrstufigen Prozess miteinander kombiniert.
Dabei kamen Techniken wie Freistellung (Maskierung), perspektivische Anpassung und Skalierung zum Einsatz, um eine stimmige räumliche Wirkung zu erzeugen.
Ergänzend wurde der Entstehungsprozess durch den gezielten Einsatz von KI erweitert.
Auf Basis der eigenen fotografischen Vorlagen wurden durch mehrstufiges Prompting zusätzliche Bildimpulse entwickelt und die Szene konzeptionell weiter ausgearbeitet.
Die KI fungierte hierbei als unterstützendes Werkzeug zur Erweiterung und Verdichtung der Bildidee, ohne den fotografischen Ursprung zu ersetzen.
Die Bearbeitung erfolgte mit Adobe Photoshop. Innerhalb der Software wurden die einzelnen Ebenen präzise ausgerichtet und durch Licht- und Schattenanpassungen, Kontraststeuerung sowie Tonwertkorrekturen visuell vereinheitlicht.
Ziel war es, eine konsistente Lichtführung und eine glaubhafte Interaktion der Figuren im Raum herzustellen.
Zusätzlich wurde eine bewusste ästhetische Reduktion durch Schwarz-Weiß-Umsetzung vorgenommen, um die formale Bildsprache zu stärken und den Fokus auf Ausdruck, Symbolik und Komposition zu lenken.Durch diese Kombination aus fotografischem Ausgangsmaterial, digitaler Bildmontage und KI-gestützter Weiterentwicklung entsteht eine neue visuelle Realität, die dokumentarische Elemente mit inszenierter Konstruktion verbindet.